Warum in Südtirol?

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Personen, die seit kurzem nach Südtirol gezogen sind, um hier zu arbeiten und zu leben!

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aus Capo D'Orlando (I)
Cristina La Rosa

„Ich bin 59 Jahre alt und lebe seit 26 Jahren in Südtirol. Meine Wurzeln liegen jedoch anderswo: in einer italienisch-deutschen Familie und in einem Küstenort, den ich bis heute in meinem Herzen trage. Ich bin in Capo d’Orlando aufgewachsen, gegenüber den Äolischen Inseln. Ich war schon immer neugierig und unternehmungslustig und habe es geliebt zu reisen, nicht zuletzt dank meiner Sprachkenntnisse.

Nach meinem Wirtschaftsstudium und ersten Berufserfahrungen beschloss ich, nach Mailand zu ziehen. Dort arbeitete ich in einem multinationalen Unternehmen und absolvierte einen Master an der Bocconi-Universität. Es war eine bedeutende Veränderung: Ich ließ das Meer und meine Wurzeln hinter mir und musste neue Beziehungen aufbauen und ein neues Gleichgewicht finden.

Nach dieser Zeit kam ich auf den Rat einer Freundin nach Südtirol und begann meine Laufbahn als Lehrerin. Hier habe ich meine Familie gegründet, einen Kollegen geheiratet und bin Mutter von zwei Kindern geworden, die heute in Bozen studieren.

Momente der Unsicherheit und der Sehnsucht nach meiner Heimat blieben nicht aus. Mit der Zeit habe ich jedoch verstanden, dass Integration nicht bedeutet, auf die eigenen Wurzeln zu verzichten, sondern seinen Platz in einer neuen Gemeinschaft zu finden, ohne die eigene Identität zu verlieren.

Ich liebe Sizilien von ganzem Herzen, habe aber auch gelernt, diese Region mit ihrer Kultur, ihren Besonderheiten und ihren Herausforderungen zu lieben. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass es für Menschen, die aus einer anderen Provinz oder einem anderen Land kommen, nicht ausreicht, eine Arbeit zu finden oder sich in den bürokratischen Verfahren zurechtzufinden. Es gibt ein noch tieferes Bedürfnis: sich willkommen und anerkannt zu fühlen und als Bereicherung für die Gemeinschaft wahrgenommen zu werden."

Giuseppe Rubaga, Warum in Südtirol, Community wall
aus Bergamo (I)
Giuseppe Rubaga

„Nach meinem technischen Schulabschluss und einer ersten Berufserfahrung als Industrieelektriker entschied ich mich 2016, mein Leben zu verändern und nach Südtirol zu ziehen – eine Region, die ich bis dahin vor allem als Tourist kannte.
Meine Entscheidung, nach Bozen zu kommen, entstand aus dem Wunsch, mein Ingenieurstudium fortzusetzen, meine Englischkenntnisse zu verbessern und Deutsch zu lernen. Gleichzeitig wollte ich die deutschsprachige technische und industrielle Kultur besser kennenlernen. An der Freien Universität Bozen fand ich ein internationales und dreisprachiges Umfeld, das es mir ermöglichte, mich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weiterzuentwickeln.
Mein weiterer Weg führte mich schließlich nach Bruneck, wo ich ein duales Studium im Bereich Automatisierung absolvierte und dabei mit dem Unternehmen GKN Sinter Metals zusammenarbeitete. Fünf Jahre im Pustertal zu leben, hat mir ermöglicht, Südtirol aus einer anderen Perspektive kennenzulernen: nicht mehr aus der Sicht eines Touristen, sondern als Student und Arbeitnehmer, der sich mit dem Alltag, den Dienstleistungen und Angeboten der Region und auch mit einer ihrer größten Herausforderungen auseinandersetzen muss – der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung.
Im Jahr 2024 zog ich schließlich nach Brixen, um mit meiner Freundin zusammenzuziehen, die ich während meiner Studienjahre kennengelernt hatte.

Heute bedeutet Südtirol für mich weit mehr als nur der Ort, an dem ich studiert habe: Es ist die Region, die meine persönliche Entwicklung begleitet hat – von Bozen über Bruneck bis nach Brixen – und in der ich meinen beruflichen Weg, meine Beziehungen und die Grundlage für meine zukünftige Lebensplanung aufgebaut habe."

Ceraso Annachiara, Warum in Südtirol, Communty wall
aus Neapel (I)
Annachiara Ceraso

„Nach meinem Abschluss des Doktorats an der Universität Neapel wusste ich, dass ich meine Karriere in der Forschung außerhalb der akademischen Welt fortsetzen wollte. Als mir das Fraunhofer-Institut in Bozen eine Stelle anbot, wusste ich, dass es genau das war, wonach ich gesucht hatte. Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung, die Stelle anzunehmen.
Ich hatte nie darüber nachgedacht, nach Südtirol zu ziehen, aber es stellte sich heraus, dass es der perfekte Ort ist, um eine gute Work-Life-Balance zu erreichen und nachhaltiger zu leben, da die Lage es ermöglicht, bequem mit dem Zug zu reisen.
Natürlich musste ich mich hier auch mit Heimweh auseinandersetzen, und so weit vom Meer entfernt zu leben, fühlt sich manchmal immer noch schwierig an! Nach einem schwierigen Start bei der Wohnungssuche kann ich heute jedoch sagen, dass ich mit meiner Arbeit, meinem Zuhause, meinen Freunden und all den Freizeitmöglichkeiten, die diese Region zu bieten hat, sehr zufrieden bin.
Ich vermisse das Meer immer noch, aber ich lerne, dass auch die Berge sehr gute Begleiter sein können."

Franziska Hübsch, Warum in Südtirol, Community wall
aus Berlin (D)
Franziska Hübsch

„Eigentlich bin ich eher aus Versehen nach Südtirol ausgewandert.
Angefangen hat alles mit meiner Arbeit rund um Wein und Marketing. Nach mehreren Aufenthalten in Südtirol wurde aus „immer mal wieder hier sein“ irgendwann die Entscheidung, ganz nach Bozen zu ziehen.
Dabei habe ich nicht nur meinen Wohnort verlegt, sondern auch mein Unternehmen nach Italien gebracht. Mit "Weinfimmel | Strategie & Marketing" berate ich Familienweingüter in Südtirol und der gesamten DACH-Region zu Strategie und Marketing.
Ganz reibungslos war der Start nicht. Vor allem die Eröffnung der Partita IVA und die italienische Bürokratie haben ein paar Extra-Runden gebraucht. Ohne die Unterstützung meiner Steuerberaterin wäre ich vermutlich heute noch dabei, Formulare zu entschlüsseln.
Gleichzeitig habe ich hier sehr schnell gemerkt, wie wichtig gute persönliche Kontakte und ein verlässliches Netzwerk sind. Genau das macht Südtirol für mich auch aus: Die Region ist klein, unternehmerisch spannend und gleichzeitig sehr international.
Heute ist Bozen nicht nur mein Wohnort, sondern auch der Standort meines Business. Aus einem zunächst vorübergehenden Aufenthalt ist ziemlich ungeplant ein neuer Lebensmittelpunkt geworden."

aus Lecco (I)
Giacomo Bressanelli

„Im September 2023 habe ich mich entschieden, nach Bozen zu ziehen, um eine neue berufliche Erfahrung bei der NOI AG zu beginnen, der Gesellschaft, die den NOI Techpark betreibt und verwaltet. Dort bin ich heute im Bereich „Legal & Compliance“ der Unit Legal tätig.
Nach meinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Milano-Bicocca und meiner Zulassung zur Anwaltschaft beim Berufungsgericht Mailand suchte ich nach einem Umfeld, das es mir ermöglichen würde, weiterhin mit dem italienischen Recht zu arbeiten und gleichzeitig meine Sprachkenntnisse – insbesondere meine Deutschkenntnisse – einzusetzen und mich mit einer anderen Realität als jener auseinanderzusetzen, in der ich meine Ausbildung absolviert hatte.
Südtirol erschien mir unter diesem Gesichtspunkt als ein nahezu einzigartiger Ort: Hier kann ich täglich das italienische Recht mit der deutschen Sprache verbinden, indem ich auf Italienisch und Deutsch arbeite und in einem internationalen Umfeld wie dem NOI Techpark auch Englisch verwende.
Der Umzug bedeutete natürlich, mich mit einer neuen Stadt, einer neuen beruflichen Realität und vor allem mit der Herausforderung auseinanderzusetzen, Deutsch nicht mehr nur als erlernte Sprache, sondern als echte Arbeitssprache zu verwenden. Gerade das ist zu einem der spannendsten Aspekte meines bisherigen Weges geworden.
Fast drei Jahre nach meinem Umzug betrachte ich diese Erfahrung als eine wichtige Chance für meine berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Bozen hat es mir ermöglicht, ein dreisprachiges Profil aufzubauen, das meine italienische juristische Ausbildung mit Zweisprachigkeit und einer zunehmend internationalen Dimension verbindet – genau das, was ich gesucht habe, als ich mich entschied, nach Südtirol zu ziehen."

Debi Arellano, Warum in Südtirol, Community wall
von den Philippinen (RP)
Debi Arellano

„Ich bin vor mehr als dreißig Jahren aus Liebe nach Südtirol gezogen. Als ich meinen späteren Mann kennenlernte und er mir erzählte, dass er aus Südtirol kommt, wusste ich zunächst nicht einmal, wo dieser Ort liegt. Trotzdem gab mir meine Liebe den Mut, meine Heimat zu verlassen und mit ihm eine Familie zu gründen.
Die ersten Jahre waren sehr schwierig. Die deutsche Sprache war mir völlig fremd, und ich fühlte mich oft isoliert. Damals gab es weder Internet noch Mobiltelefone, und der Kontakt zu meiner Familie war nur durch teure Telefonate oder Briefe möglich. Außerdem lebte ich in einem kleinen Dorf, umgeben von hohen Bergen, was für mich als jemand, der aus einem Archipel mit über 7.000 Inseln kommt, sehr ungewohnt war.
Zeit und Geduld haben mir geholfen. Ich lernte Deutsch durch Kreuzworträtsel, durch meine Kinder und später durch meine Arbeit und Ausbildung. Ich arbeitete als Pflegehelferin und besuchte eine deutschsprachige Berufsschule. Später studierte ich Kommunikations- und Kulturwissenschaft und beschäftigte mich intensiv mit dem Thema Kommunikation.
Heute arbeite ich im Krankenhaus Meran und helfe gerne anderen Menschen. Meine Ehe erfüllte zwar nicht alle meine Erwartungen, aber sie schenkte mir zwei wunderbare Kinder. Ich würde mich wieder für diesen Weg entscheiden, allerdings mit mehr Selbstvertrauen und Vorbereitung.
Für Neuankömmlinge wünsche ich mir mehr Anlaufstellen, Orientierung und Unterstützung, damit sie lernen können, sich selbst zu helfen und ihren eigenen Weg zu finden.”


aus Quéretaro (MEX)
Vania Hernandez

"Ich bin nach Südtirol gezogen, um mich beruflich weiterzuentwickeln, der Natur näher zu sein und neue Sprachen zu lernen."

aus Schwäbisch Hall (D)
Stefan Glaser

„Nach Südtirol gekommen bin ich für mein Studium und ein neues Kapitel; geblieben wegen der großartigen Menschen, neuer beruflicher Herausforderungen und meiner Liebe zu den Bergen."

aus Latina (I)
Silvia Di Salvatore

"Für mich steht Südtirol für gelebte Nachhaltigkeit: Hier konnte ich mein Studium und meinen beruflichen Weg in ein Lebensprojekt verwandeln."

Felix Richard Pfander, Warum in Südtirol, Community wall
aus Stuttgart (D)
Felix Richard Pfander

„Bin 2022 mit meiner Partnerin nach Südtirol gezogen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Nähe zu ihrer Familie, die Neugier, eine andere Kultur kennenzulernen, sowie der Wunsch, in einem Umfeld zu leben, das im Vergleich zu einer internationalen Großstadt einen ausgeglicheneren Lebensrhythmus bietet. Die Möglichkeit, die Natur direkt vor der Haustür zu haben, eine andere Lebensphilosophie sowie die hohe Lebensqualität – geprägt von Klima, Landschaft, Kultur und Kulinarik – waren dabei entscheidende Faktoren.
Der Start wurde durch die Unterstützung der Familie meiner Partnerin deutlich erleichtert. Dennoch gab es zahlreiche organisatorische und kulturelle Besonderheiten, die ich erst kennenlernen und verstehen musste. Positiv zu betonen ist, dass viele Verwaltungsprozesse in Italien digitalisiert sind (Autosteuer bezahlen, Zahlung an die öffentliche Verwaltung über pagoPA, elektronische Gesundheitsakte usw.)
Dass es eine Community für Menschen gibt, die neu nach Südtirol ziehen, war mir nicht bekannt und hätte zusätzlich geholfen.
Heute kann ich sagen, dass ich mit meiner Entscheidung sowohl persönlich als auch beruflich sehr zufrieden bin - auch dank meines Arbeitgebers Raiffeisen Information Service KonsGmbH – und ich würde den Schritt nach Südtirol jederzeit wieder wagen.
Programme wie der "Rientro dei cervelli" stellen einen wichtigen Anreiz für Menschen dar, die sich für einen Umzug nach Italien entscheiden. Sie erleichtern den Neuanfang und tragen Schritt für Schritt dazu bei, sich ein neues Leben aufzubauen."

Nikola Eder, Warum in Südtirol, Community wall
aus Schwaben (D)
Nikola Eder

„Vor fast zehn Jahren lernte ich meinen heutigen Mann auf der Hochzeit meines Bruders kennen. Er stammt aus Südtirol, sprach perfekt Hochdeutsch und hatte einen ganz eigenen Charakter, der mich von Anfang an faszinierte. Ende 2017 wagte ich schließlich den großen Schritt und zog aus Schwaben nach Südtirol.
Der Umzug erforderte viele Vorbereitungen. Besonders die Anerkennung meiner Studienabschlüsse als Zahnärztin war ein langwieriger und komplizierter Prozess. Zahlreiche Dokumente mussten gesammelt, übersetzt, beglaubigt und nach Rom geschickt werden. Auch die Suche nach einer passenden Arbeitsstelle war eine Herausforderung, da vieles in Südtirol anders organisiert ist als in meiner Heimat. Dabei hatte ich glücklicherweise die Unterstützung meines heutigen Mannes und seiner Familie.
Nach meiner Ankunft stellte ich fest, dass ich nicht nur eine neue Umgebung, sondern auch neue Sprachen und Dialekte kennenlernen musste. Bei der Arbeit half mir eine zweisprachige Assistentin bei der Kommunikation mit Patienten aus verschiedenen Teilen Südtirols und Italiens. Neben der Arbeit besuchte ich Sprachkurse, sodass zunächst wenig Zeit blieb, Bozen kennenzulernen. An den Wochenenden entdeckte ich gemeinsam mit meiner Familie die Natur Südtirols.
Ich wurde von der Bevölkerung sehr freundlich aufgenommen, auch wenn man mich als „Bundesdeutsche“ sofort erkennt. Heute fühle ich mich mit meiner Familie in Südtirol sehr wohl. Für die Zukunft wünsche ich mir vor allem, noch stärker dazuzugehören und ein fester Teil der Südtiroler Gesellschaft zu werden.”

Bernhard Dötterl, Warum in Südtirol
aus Nordost-Bayern (D)
Bernhard Dötterl

„2007 bin ich mit meiner Frau Berta, die aus Dorf Tirol in Südtirol stammt, und unseren 2 Söhnen nach Südtirol gezogen, um den Familienbetrieb ihrer Eltern zu übernehmen. Der Umzug war für unsere Familie eine sehr gute Entscheidung, auch wenn der Einstieg für mich nicht immer einfach war. Die größte Herausforderung war die italienische Sprache, die ich anfangs überhaupt nicht beherrschte. Mit der Zeit habe ich sie durch den täglichen Kontakt mit italienischsprachigen Menschen gelernt und schließlich auch die Zweisprachigkeitsprüfung auf Niveau B1 bestanden.
Heute bereue ich den Schritt nach Südtirol keine Sekunde. Ich schätze die besondere Mischung aus Natur, Kultur und Tradition sowie die hohe Lebensqualität. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass Zweisprachigkeit den Alltag erleichtert und das Zusammenleben stärkt. Deshalb engagiere ich mich auch als Gemeinderat in Dorf.”

aus Mailand (I)
Chiara Leone

“Der Kontakt mit der Natur hat es mir ermöglicht, persönliche Grenzen zu erkunden und zu überwinden und neue berufliche wie persönliche Herausforderungen und Leidenschaften zu entdecken.“

aus São Paulo (BRA)
Dalvi Marcelo Rudeck

“Meine Familie und ich sind nach Südtirol gekommen, um neue persönliche und berufliche Möglichkeiten zu erkunden und die lokale Kultur kennenzulernen“

aus Hamburg (D)
Yvonne Steidl

"Nach Südtirol bin ich gezogen, um ein neues Kapitel zu wagen und dabei Natur, Kultur und eine berufliche Herausforderung zu vereinen."

aus Quéretaro (MEX)
Vania Hernandez

"Ich bin nach Südtirol gezogen, um mich beruflich weiterzuentwickeln, der Natur näher zu sein und neue Sprachen zu lernen."

aus Schwäbisch Hall (D)
Stefan Glaser

„Nach Südtirol gekommen bin ich für mein Studium und ein neues Kapitel; geblieben wegen der großartigen Menschen, neuer beruflicher Herausforderungen und meiner Liebe zu den Bergen."

aus Latina (I)
Silvia Di Salvatore

"Für mich steht Südtirol für gelebte Nachhaltigkeit: Hier konnte ich mein Studium und meinen beruflichen Weg in ein Lebensprojekt verwandeln."

aus Mailand (I)
Chiara Leone

“Der Kontakt mit der Natur hat es mir ermöglicht, persönliche Grenzen zu erkunden und zu überwinden und neue berufliche wie persönliche Herausforderungen und Leidenschaften zu entdecken.“

aus São Paulo (BRA)
Dalvi Marcelo Rudeck

“Meine Familie und ich sind nach Südtirol gekommen, um neue persönliche und berufliche Möglichkeiten zu erkunden und die lokale Kultur kennenzulernen“

aus Hamburg (D)
Yvonne Steidl

"Nach Südtirol bin ich gezogen, um ein neues Kapitel zu wagen und dabei Natur, Kultur und eine berufliche Herausforderung zu vereinen."

aus Capo D'Orlando (I)
Cristina La Rosa

„Ich bin 59 Jahre alt und lebe seit 26 Jahren in Südtirol. Meine Wurzeln liegen jedoch anderswo: in einer italienisch-deutschen Familie und in einem Küstenort, den ich bis heute in meinem Herzen trage. Ich bin in Capo d’Orlando aufgewachsen, gegenüber den Äolischen Inseln. Ich war schon immer neugierig und unternehmungslustig und habe es geliebt zu reisen, nicht zuletzt dank meiner Sprachkenntnisse.

Nach meinem Wirtschaftsstudium und ersten Berufserfahrungen beschloss ich, nach Mailand zu ziehen. Dort arbeitete ich in einem multinationalen Unternehmen und absolvierte einen Master an der Bocconi-Universität. Es war eine bedeutende Veränderung: Ich ließ das Meer und meine Wurzeln hinter mir und musste neue Beziehungen aufbauen und ein neues Gleichgewicht finden.

Nach dieser Zeit kam ich auf den Rat einer Freundin nach Südtirol und begann meine Laufbahn als Lehrerin. Hier habe ich meine Familie gegründet, einen Kollegen geheiratet und bin Mutter von zwei Kindern geworden, die heute in Bozen studieren.

Momente der Unsicherheit und der Sehnsucht nach meiner Heimat blieben nicht aus. Mit der Zeit habe ich jedoch verstanden, dass Integration nicht bedeutet, auf die eigenen Wurzeln zu verzichten, sondern seinen Platz in einer neuen Gemeinschaft zu finden, ohne die eigene Identität zu verlieren.

Ich liebe Sizilien von ganzem Herzen, habe aber auch gelernt, diese Region mit ihrer Kultur, ihren Besonderheiten und ihren Herausforderungen zu lieben. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass es für Menschen, die aus einer anderen Provinz oder einem anderen Land kommen, nicht ausreicht, eine Arbeit zu finden oder sich in den bürokratischen Verfahren zurechtzufinden. Es gibt ein noch tieferes Bedürfnis: sich willkommen und anerkannt zu fühlen und als Bereicherung für die Gemeinschaft wahrgenommen zu werden."

Giuseppe Rubaga, Warum in Südtirol, Community wall
aus Bergamo (I)
Giuseppe Rubaga

„Nach meinem technischen Schulabschluss und einer ersten Berufserfahrung als Industrieelektriker entschied ich mich 2016, mein Leben zu verändern und nach Südtirol zu ziehen – eine Region, die ich bis dahin vor allem als Tourist kannte.
Meine Entscheidung, nach Bozen zu kommen, entstand aus dem Wunsch, mein Ingenieurstudium fortzusetzen, meine Englischkenntnisse zu verbessern und Deutsch zu lernen. Gleichzeitig wollte ich die deutschsprachige technische und industrielle Kultur besser kennenlernen. An der Freien Universität Bozen fand ich ein internationales und dreisprachiges Umfeld, das es mir ermöglichte, mich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weiterzuentwickeln.
Mein weiterer Weg führte mich schließlich nach Bruneck, wo ich ein duales Studium im Bereich Automatisierung absolvierte und dabei mit dem Unternehmen GKN Sinter Metals zusammenarbeitete. Fünf Jahre im Pustertal zu leben, hat mir ermöglicht, Südtirol aus einer anderen Perspektive kennenzulernen: nicht mehr aus der Sicht eines Touristen, sondern als Student und Arbeitnehmer, der sich mit dem Alltag, den Dienstleistungen und Angeboten der Region und auch mit einer ihrer größten Herausforderungen auseinandersetzen muss – der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung.
Im Jahr 2024 zog ich schließlich nach Brixen, um mit meiner Freundin zusammenzuziehen, die ich während meiner Studienjahre kennengelernt hatte.

Heute bedeutet Südtirol für mich weit mehr als nur der Ort, an dem ich studiert habe: Es ist die Region, die meine persönliche Entwicklung begleitet hat – von Bozen über Bruneck bis nach Brixen – und in der ich meinen beruflichen Weg, meine Beziehungen und die Grundlage für meine zukünftige Lebensplanung aufgebaut habe."

Ceraso Annachiara, Warum in Südtirol, Communty wall
aus Neapel (I)
Annachiara Ceraso

„Nach meinem Abschluss des Doktorats an der Universität Neapel wusste ich, dass ich meine Karriere in der Forschung außerhalb der akademischen Welt fortsetzen wollte. Als mir das Fraunhofer-Institut in Bozen eine Stelle anbot, wusste ich, dass es genau das war, wonach ich gesucht hatte. Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung, die Stelle anzunehmen.
Ich hatte nie darüber nachgedacht, nach Südtirol zu ziehen, aber es stellte sich heraus, dass es der perfekte Ort ist, um eine gute Work-Life-Balance zu erreichen und nachhaltiger zu leben, da die Lage es ermöglicht, bequem mit dem Zug zu reisen.
Natürlich musste ich mich hier auch mit Heimweh auseinandersetzen, und so weit vom Meer entfernt zu leben, fühlt sich manchmal immer noch schwierig an! Nach einem schwierigen Start bei der Wohnungssuche kann ich heute jedoch sagen, dass ich mit meiner Arbeit, meinem Zuhause, meinen Freunden und all den Freizeitmöglichkeiten, die diese Region zu bieten hat, sehr zufrieden bin.
Ich vermisse das Meer immer noch, aber ich lerne, dass auch die Berge sehr gute Begleiter sein können."

Franziska Hübsch, Warum in Südtirol, Community wall
aus Berlin (D)
Franziska Hübsch

„Eigentlich bin ich eher aus Versehen nach Südtirol ausgewandert.
Angefangen hat alles mit meiner Arbeit rund um Wein und Marketing. Nach mehreren Aufenthalten in Südtirol wurde aus „immer mal wieder hier sein“ irgendwann die Entscheidung, ganz nach Bozen zu ziehen.
Dabei habe ich nicht nur meinen Wohnort verlegt, sondern auch mein Unternehmen nach Italien gebracht. Mit "Weinfimmel | Strategie & Marketing" berate ich Familienweingüter in Südtirol und der gesamten DACH-Region zu Strategie und Marketing.
Ganz reibungslos war der Start nicht. Vor allem die Eröffnung der Partita IVA und die italienische Bürokratie haben ein paar Extra-Runden gebraucht. Ohne die Unterstützung meiner Steuerberaterin wäre ich vermutlich heute noch dabei, Formulare zu entschlüsseln.
Gleichzeitig habe ich hier sehr schnell gemerkt, wie wichtig gute persönliche Kontakte und ein verlässliches Netzwerk sind. Genau das macht Südtirol für mich auch aus: Die Region ist klein, unternehmerisch spannend und gleichzeitig sehr international.
Heute ist Bozen nicht nur mein Wohnort, sondern auch der Standort meines Business. Aus einem zunächst vorübergehenden Aufenthalt ist ziemlich ungeplant ein neuer Lebensmittelpunkt geworden."

aus Lecco (I)
Giacomo Bressanelli

„Im September 2023 habe ich mich entschieden, nach Bozen zu ziehen, um eine neue berufliche Erfahrung bei der NOI AG zu beginnen, der Gesellschaft, die den NOI Techpark betreibt und verwaltet. Dort bin ich heute im Bereich „Legal & Compliance“ der Unit Legal tätig.
Nach meinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Milano-Bicocca und meiner Zulassung zur Anwaltschaft beim Berufungsgericht Mailand suchte ich nach einem Umfeld, das es mir ermöglichen würde, weiterhin mit dem italienischen Recht zu arbeiten und gleichzeitig meine Sprachkenntnisse – insbesondere meine Deutschkenntnisse – einzusetzen und mich mit einer anderen Realität als jener auseinanderzusetzen, in der ich meine Ausbildung absolviert hatte.
Südtirol erschien mir unter diesem Gesichtspunkt als ein nahezu einzigartiger Ort: Hier kann ich täglich das italienische Recht mit der deutschen Sprache verbinden, indem ich auf Italienisch und Deutsch arbeite und in einem internationalen Umfeld wie dem NOI Techpark auch Englisch verwende.
Der Umzug bedeutete natürlich, mich mit einer neuen Stadt, einer neuen beruflichen Realität und vor allem mit der Herausforderung auseinanderzusetzen, Deutsch nicht mehr nur als erlernte Sprache, sondern als echte Arbeitssprache zu verwenden. Gerade das ist zu einem der spannendsten Aspekte meines bisherigen Weges geworden.
Fast drei Jahre nach meinem Umzug betrachte ich diese Erfahrung als eine wichtige Chance für meine berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Bozen hat es mir ermöglicht, ein dreisprachiges Profil aufzubauen, das meine italienische juristische Ausbildung mit Zweisprachigkeit und einer zunehmend internationalen Dimension verbindet – genau das, was ich gesucht habe, als ich mich entschied, nach Südtirol zu ziehen."

Debi Arellano, Warum in Südtirol, Community wall
von den Philippinen (RP)
Debi Arellano

„Ich bin vor mehr als dreißig Jahren aus Liebe nach Südtirol gezogen. Als ich meinen späteren Mann kennenlernte und er mir erzählte, dass er aus Südtirol kommt, wusste ich zunächst nicht einmal, wo dieser Ort liegt. Trotzdem gab mir meine Liebe den Mut, meine Heimat zu verlassen und mit ihm eine Familie zu gründen.
Die ersten Jahre waren sehr schwierig. Die deutsche Sprache war mir völlig fremd, und ich fühlte mich oft isoliert. Damals gab es weder Internet noch Mobiltelefone, und der Kontakt zu meiner Familie war nur durch teure Telefonate oder Briefe möglich. Außerdem lebte ich in einem kleinen Dorf, umgeben von hohen Bergen, was für mich als jemand, der aus einem Archipel mit über 7.000 Inseln kommt, sehr ungewohnt war.
Zeit und Geduld haben mir geholfen. Ich lernte Deutsch durch Kreuzworträtsel, durch meine Kinder und später durch meine Arbeit und Ausbildung. Ich arbeitete als Pflegehelferin und besuchte eine deutschsprachige Berufsschule. Später studierte ich Kommunikations- und Kulturwissenschaft und beschäftigte mich intensiv mit dem Thema Kommunikation.
Heute arbeite ich im Krankenhaus Meran und helfe gerne anderen Menschen. Meine Ehe erfüllte zwar nicht alle meine Erwartungen, aber sie schenkte mir zwei wunderbare Kinder. Ich würde mich wieder für diesen Weg entscheiden, allerdings mit mehr Selbstvertrauen und Vorbereitung.
Für Neuankömmlinge wünsche ich mir mehr Anlaufstellen, Orientierung und Unterstützung, damit sie lernen können, sich selbst zu helfen und ihren eigenen Weg zu finden.”


Felix Richard Pfander, Warum in Südtirol, Community wall
aus Stuttgart (D)
Felix Richard Pfander

„Bin 2022 mit meiner Partnerin nach Südtirol gezogen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Nähe zu ihrer Familie, die Neugier, eine andere Kultur kennenzulernen, sowie der Wunsch, in einem Umfeld zu leben, das im Vergleich zu einer internationalen Großstadt einen ausgeglicheneren Lebensrhythmus bietet. Die Möglichkeit, die Natur direkt vor der Haustür zu haben, eine andere Lebensphilosophie sowie die hohe Lebensqualität – geprägt von Klima, Landschaft, Kultur und Kulinarik – waren dabei entscheidende Faktoren.
Der Start wurde durch die Unterstützung der Familie meiner Partnerin deutlich erleichtert. Dennoch gab es zahlreiche organisatorische und kulturelle Besonderheiten, die ich erst kennenlernen und verstehen musste. Positiv zu betonen ist, dass viele Verwaltungsprozesse in Italien digitalisiert sind (Autosteuer bezahlen, Zahlung an die öffentliche Verwaltung über pagoPA, elektronische Gesundheitsakte usw.)
Dass es eine Community für Menschen gibt, die neu nach Südtirol ziehen, war mir nicht bekannt und hätte zusätzlich geholfen.
Heute kann ich sagen, dass ich mit meiner Entscheidung sowohl persönlich als auch beruflich sehr zufrieden bin - auch dank meines Arbeitgebers Raiffeisen Information Service KonsGmbH – und ich würde den Schritt nach Südtirol jederzeit wieder wagen.
Programme wie der "Rientro dei cervelli" stellen einen wichtigen Anreiz für Menschen dar, die sich für einen Umzug nach Italien entscheiden. Sie erleichtern den Neuanfang und tragen Schritt für Schritt dazu bei, sich ein neues Leben aufzubauen."

Nikola Eder, Warum in Südtirol, Community wall
aus Schwaben (D)
Nikola Eder

„Vor fast zehn Jahren lernte ich meinen heutigen Mann auf der Hochzeit meines Bruders kennen. Er stammt aus Südtirol, sprach perfekt Hochdeutsch und hatte einen ganz eigenen Charakter, der mich von Anfang an faszinierte. Ende 2017 wagte ich schließlich den großen Schritt und zog aus Schwaben nach Südtirol.
Der Umzug erforderte viele Vorbereitungen. Besonders die Anerkennung meiner Studienabschlüsse als Zahnärztin war ein langwieriger und komplizierter Prozess. Zahlreiche Dokumente mussten gesammelt, übersetzt, beglaubigt und nach Rom geschickt werden. Auch die Suche nach einer passenden Arbeitsstelle war eine Herausforderung, da vieles in Südtirol anders organisiert ist als in meiner Heimat. Dabei hatte ich glücklicherweise die Unterstützung meines heutigen Mannes und seiner Familie.
Nach meiner Ankunft stellte ich fest, dass ich nicht nur eine neue Umgebung, sondern auch neue Sprachen und Dialekte kennenlernen musste. Bei der Arbeit half mir eine zweisprachige Assistentin bei der Kommunikation mit Patienten aus verschiedenen Teilen Südtirols und Italiens. Neben der Arbeit besuchte ich Sprachkurse, sodass zunächst wenig Zeit blieb, Bozen kennenzulernen. An den Wochenenden entdeckte ich gemeinsam mit meiner Familie die Natur Südtirols.
Ich wurde von der Bevölkerung sehr freundlich aufgenommen, auch wenn man mich als „Bundesdeutsche“ sofort erkennt. Heute fühle ich mich mit meiner Familie in Südtirol sehr wohl. Für die Zukunft wünsche ich mir vor allem, noch stärker dazuzugehören und ein fester Teil der Südtiroler Gesellschaft zu werden.”

Bernhard Dötterl, Warum in Südtirol
aus Nordost-Bayern (D)
Bernhard Dötterl

„2007 bin ich mit meiner Frau Berta, die aus Dorf Tirol in Südtirol stammt, und unseren 2 Söhnen nach Südtirol gezogen, um den Familienbetrieb ihrer Eltern zu übernehmen. Der Umzug war für unsere Familie eine sehr gute Entscheidung, auch wenn der Einstieg für mich nicht immer einfach war. Die größte Herausforderung war die italienische Sprache, die ich anfangs überhaupt nicht beherrschte. Mit der Zeit habe ich sie durch den täglichen Kontakt mit italienischsprachigen Menschen gelernt und schließlich auch die Zweisprachigkeitsprüfung auf Niveau B1 bestanden.
Heute bereue ich den Schritt nach Südtirol keine Sekunde. Ich schätze die besondere Mischung aus Natur, Kultur und Tradition sowie die hohe Lebensqualität. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass Zweisprachigkeit den Alltag erleichtert und das Zusammenleben stärkt. Deshalb engagiere ich mich auch als Gemeinderat in Dorf.”